Rudolf Horn     Rudolf Horn, geboren 1929 in Waldheim, gilt – insbesondere im Bezug auf die Gestaltung von Möbeln und Innenräumen – als einer der wichtigsten Designer der DDR. Ausgebildet als Tischler und Innenarchitekt entwarf er das Möbelprogramm der Deutschen Werkstätten Hellerau. Dabei stand bei ihm zunehmend der Gedanke im Vordergrund, dass sich Design erst im Gebrauch realisiert oder wie er es ausdrückt: Der Nutzer ist der Finalist. Dieser Gestaltungsansatz war sehr erfolgreich, und das variables Montagemöbelsystem MDW wurde 1966 bis 1990 produziert.
Wir sprachen mit Rudolf Horn über das wohl sein ambitioniertes Experiment für den Wohnungsbaus der DDR – das »Variable Wohnen« – bei dem die Bewohner die Möglichkeit bekamen, Wohnungen ohne feste Innenwände selbst zu gestalten und später veränderten Lebenssituationen anzupassen.