Karl Clauss Dietel   Axel Bertram   Karl Clauss Dietel, * 1934 Reinholdshein, besuchte nach seiner Lehre zum Maschinenschlosser zunächst zwei Jahre an der Ingenieurschule für Kraftfahrzeigbau Zwickau. 1956 studierte er an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Mit seiner Diplomarbeit, dem Entwurf eines Wagens der unteren Mittelklasse, legte er den Grundstein für einen seiner bekanntesten Entwürfe, den Wartburg 311. Dietel, der ab 1963 zusammen mit Kommilitonen und späteren Kollegen Lutz Rudolph freiberuflich arbeitete, sollte noch eine Vielzahl von PKW und LKW entwerfen. Allerdings scheiterte deren Serienproduktion an den zunehmenden ökonomischen Schwierigkeiten der DDR und die damit verbundenen Probleme bei Produktion und Beschaffung von Produktionsmitteln.
Mit den Zweirrädern S 50 wie diejenigen ,die Dietel und Rudolph für die Simonswerke entwarfen, konnten sie als Gestaltungskonzept das so genannte Offene Prinzip entwickeln und umsetzen.
Wir haben Clauss Dietel gefragt, ob er uns die von ihm formulierten Gestaltungsprinzipien anhand seines Kleinkraftrades erläutern kann und warum er dem Styling im Design so kritisch gegenübersteht.