Christa Petroff-Bohne     Christa Petroff-Bohne,  geboren 1932 im sächsischen  Colditz, machte zunächst eine Ausbildung zur Keramikmalerin in der Steingutfabrik Colditz AG. Der Betrieb förderte ihre berufliche Entwicklung und empfahl sie für ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1953 zog sie nach Berlin, um dort an die Hochschule für Angewandte Kunst Berlin-Weißensee Formgestaltung zu studieren. Nach ihrem Diplom 1955 arbeite sie kurze Zeit am Institut für angewandte Kunst Berlin, wechselte 1956 zurück an die Kunsthochschule und baute – zunächst unter der Leitung des Fachgebietsleiters Rudolf Högner – das Lehrgebiet Visuelles Gestalten im Fachgebiet Produktdesign auf, welches sie später selbst leitete. 1978, ein Jahr vor ihrer Ernennung zur Professorin, verantwortete sie die Abteilung Keramik.
Ihr ausgeprägtes Gespür für Formen, Formen, Funktionen und Material fanden insbesondere in ihren Entwürfen für den Besteck- und Tafelgerätehersteller Auer Besteck- und Silberwarenwerke , kurz ABS, ihren Ausdruck. Seit Mitte der fünfziger Jahre entwarf  sie große Serien an Servier- und Gefäßsets wie das ABS rostfrei 188, das die ostdeutsche Gastronomiekultur wesentlich prägte. Wir fragten Christa Petroff-Bohne nach der Ausbildung der Formgestalter der DDR und wollten wissen, in wieweit Produktionskosten die Qualität von Gestaltung beeinflussten.